Der Wandel schwedischer Urwälder und die Erkundung nach einer neuen Beziehung zur Natur
In Schweden vollzieht sich ein stilles, aber tiefgreifendes Verschwinden der letzten Ur- und Naturwälder Europas. Diese weitgehend unberührten Kontinuitätswälder sind Teil des borealen Taigagürtels – die Lunge des Nordens – und von zentraler Bedeutung für die Biodiversität, den Klimaschutz und die Lebensweise der indigenen Sámi.
Seit den 1950er-Jahren haben großflächige Abholzungen in alarmierendem Tempo artenreiche Ökosysteme in Forstplantagen verwandelt. Die Folgen sind tiefgreifender Artenverlust und hohe Emissionen.
Schwedens Waldwirtschaft übertrifft dabei die Abholzungsrate des Amazonasbeckens.
Mit ‚Songs of the Taiga’ macht Nora Schwarz die Transformation der Wälder sichtbar und zeigt Menschen, die sich für den Schutz der Wälder und die Wiederherstellung der Artenvielfalt einsetzen: Forschende, Aktivist*innen, Sámi und Einzelpersonen, deren Kultur und Arbeit auf intakten Wäldern basiert. Das Projekt lädt dazu ein, mit diesen Landschaften in einen Austausch zu gehen, die eigenen Vorstellungen von Wald zu hinterfragen – und eine Beziehung zu erkunden, die nicht auf der Idee von Natur als reiner Ressource, sondern auf Gegenseitigkeit und Verbundenheit beruht.

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